Smartwatches zeigen Benachrichtigungen an, zählen Schritte, messen den Puls und ermöglichen kontaktloses Bezahlen. Wer eine Smartwatch kaufen möchte, steht vor einer großen Auswahl, die von schlanken Fitnessuhren bis zu vollwertigen Mini-Computern am Handgelenk reicht.
Damit die Uhr nicht nach wenigen Wochen in der Schublade landet, sollten Sie vorab klären, welche Funktionen Sie wirklich brauchen.
Kompatibilität zuerst klären
Der wichtigste Punkt wird oft übersehen: Nicht jede Smartwatch arbeitet mit jedem Smartphone zusammen. Die Apple Watch etwa setzt ein iPhone voraus. Uhren mit Wear OS sind für Android ausgelegt, andere Hersteller bieten eigene Apps für beide Systeme an, teils mit eingeschränktem Funktionsumfang. Prüfen Sie daher vor dem Kauf, welche Funktionen mit Ihrem Telefon tatsächlich verfügbar sind.
Smartwatch kaufen: Der Akku als Alltagsfaktor
Bei der Laufzeit gibt es große Unterschiede. Uhren mit hellem AMOLED-Display, umfangreichem App-Angebot und Mobilfunk müssen häufig täglich oder alle zwei Tage geladen werden. Sportuhren und Hybridmodelle mit stromsparenden Displays halten oft deutlich länger durch, teils mehrere Wochen. Überlegen Sie, ob Sie die Uhr auch nachts für die Schlafanalyse tragen möchten, denn dann muss das Laden zu einer anderen Tageszeit passen. Dauerhaft aktives Display und GPS-Aufzeichnung verkürzen die Laufzeit spürbar.
Sensoren und Gesundheitsfunktionen
Die meisten Modelle bieten eine Grundausstattung, die sich je nach Preisklasse erweitert:
- Optischer Pulssensor für Herzfrequenz in Ruhe und beim Training
- GPS für die Aufzeichnung von Laufen, Radfahren oder Wandern ohne Smartphone
- Messung der Blutsauerstoffsättigung und der Hauttemperatur
- EKG-Funktion bei ausgewählten Modellen
- Barometer und Höhenmesser für Bergsport
Beachten Sie, dass Smartwatches in der Regel keine Medizinprodukte sind. Nur ausdrücklich zugelassene Funktionen erfüllen medizinische Anforderungen, alle anderen Werte dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung.
Alltagstauglichkeit und Komfort
Achten Sie auf Größe und Gewicht, vor allem bei schmalen Handgelenken und wenn Sie die Uhr nachts tragen. Ein gut ablesbares Display auch bei Sonnenlicht ist wichtig. Für das Schwimmen sollte die Uhr ausdrücklich dafür freigegeben sein, etwa mit einer Wasserdichtigkeit von 5 ATM. Weitere praktische Funktionen sind NFC zum Bezahlen, austauschbare Armbänder und eine lange Updateversorgung durch den Hersteller. Eine Mobilfunkvariante mit eSIM lohnt sich vor allem, wenn Sie beim Sport ohne Smartphone erreichbar bleiben möchten.
Fazit
Die beste Smartwatch ist die, die zu Ihrem Smartphone, Ihrem Ladeverhalten und Ihren Aktivitäten passt. Klären Sie zuerst die Kompatibilität, entscheiden Sie dann zwischen langer Akkulaufzeit und großem Funktionsumfang und achten Sie auf Tragekomfort. So finden Sie ein Modell, das Sie gerne jeden Tag tragen.

