Faltbare Smartphones: Für wen sich der Umstieg lohnt

Zwei Smartphones nebeneinander auf einer weißen Fläche

Faltbare Smartphones sind längst kein Experiment mehr, sondern fester Bestandteil im Angebot mehrerer großer Hersteller. Sie versprechen entweder ein tabletähnliches Display in der Hosentasche oder ein besonders kompaktes Gerät, das sich zusammenklappen lässt.

Doch die Technik bringt auch Kompromisse mit sich. Ob sich der Umstieg für Sie lohnt, hängt von Ihren Gewohnheiten ab.

Zwei Bauformen: So sind faltbare Smartphones aufgebaut

Grundsätzlich gibt es zwei Konzepte. Beim Buchformat klappen Sie das Gerät wie ein Buch auf und erhalten ein großes, fast quadratisches Display. Zugeklappt nutzen Sie ein schmaleres Außendisplay wie bei einem normalen Smartphone. Das Klappformat, oft Flip genannt, faltet ein übliches Smartphone-Display in der Mitte quer. Zusammengeklappt ist das Gerät sehr kompakt, ein kleines Außendisplay zeigt Uhrzeit, Benachrichtigungen oder eine Kameravorschau.

Vorteile im Alltag

Modelle im Buchformat spielen ihre Stärken beim Lesen, bei Tabellen, Dokumenten und beim Multitasking aus, weil mehrere Apps nebeneinander Platz finden. Klappmodelle punkten mit ihrer handlichen Größe und lassen sich halb aufgeklappt wie ein kleines Stativ für Fotos oder Videoanrufe nutzen. Zudem passen sie auch in kleine Taschen, ohne dass Sie auf ein vollwertiges Display verzichten müssen. Viele Apps sind inzwischen an die besonderen Formate angepasst, die Unterstützung kann sich aber je nach Anwendung unterscheiden.

Schwachstellen und Kompromisse

Die Faltmechanik stellt besondere Anforderungen. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie diese Punkte kennen:

  • Im Bereich des Knicks ist bei vielen Geräten eine leichte Falte sichtbar oder fühlbar.
  • Das innere Display ist mit einer Kunststoffschicht geschützt und empfindlicher als klassisches Glas.
  • Der Schutz gegen Staub ist bei faltbaren Geräten häufig geringer als bei herkömmlichen Spitzenmodellen.
  • Buchformat-Modelle sind meist schwerer und zugeklappt dicker als normale Smartphones.
  • Reparaturen, insbesondere am Hauptdisplay, sind in der Regel aufwendiger und teurer.

Kauftipps für den Umstieg

Nehmen Sie das Gerät nach Möglichkeit im Geschäft in die Hand und prüfen Sie Gewicht, Scharnier und Außendisplay. Achten Sie auf die IP-Schutzklasse und darauf, wie lange der Hersteller Software- und Sicherheitsupdates zusagt. Informieren Sie sich über Garantiebedingungen und Reparaturservice. Eine Versicherung oder ein Schutzpaket kann bei einem so teuren Gerät sinnvoll sein. Entfernen Sie außerdem niemals die werkseitig aufgebrachte Schutzfolie des inneren Displays, sofern der Hersteller dies nicht ausdrücklich vorsieht.

Fazit

Faltbare Smartphones lohnen sich vor allem für Menschen, die unterwegs viel lesen, mit Dokumenten arbeiten oder ein besonders kompaktes Gerät suchen. Wer vor allem Wert auf Robustheit, geringes Gewicht und günstige Reparaturen legt, ist mit einem klassischen Smartphone derzeit oft besser beraten. Wägen Sie Nutzen und Kompromisse ehrlich ab, dann treffen Sie die richtige Wahl.

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